Anscheinend hat vor kurzem der spanische Milliardär Amancio Ortega eine Spende über 20 Millionen Euro an die spanische Caritas überwiesen.
Hier der passende Zeitungsbericht: Spanischer Milliardär spendet 20 Millionen
Auf den ersten Blick eine recht großzügige Spende, dazu noch die Größte in der Geschichte der Caritas. Liest man jedoch weiter erfährt man das Ortega der drittreichste Mensch der Welt ist mit einem Vermögen von ca. 40 Milliarden Euro.
Wenn man nun einmal ausrechnet wieviel er von seinem Vermögen gespendet hat dann kommt man auf den Wert von 0,05 %.
Nimmt man nun ein deutsches Durchschnittsvermögen bei dem die Angaben zwischen 55.000 - 140.000 Euro schwanken - wir wählen den ungefähren Mittelwert von 95.000 Euro - so bekommt man ein Ergebnis von 4.750 Euro.
Für einen Mittelschichtenhaushalt sicher eine anständige Summe die man nicht so einfach von sich gibt, trotzdem ist es aber auch keine exorbitant hohe Summe die einen an die Grenze des finanziell Machbaren bringt.
Man merkt also: Die so gehypten 20 Millionen sind keine außergewöhnliche Summe, schon gar nicht für einen der reichsten Männer der Welt. Hinzu kommt noch dass bei derart reichen Menschen irgendwann die Grenze fällt wo es um Vorsorge,Absicherung, etc. geht.
Die vorhin erwähnte Mittelschichtenfamilie braucht die ca. 5000 Euro wohl eher, um eventuelle Studien, ein Auto oder sonstige größere Wünsche zu bezahlen. Diese Sorgen wird Ortega wohl nicht haben. Überspitzt formuliert hat er wohl allerspätestens nach der ersten Milliarde alle seine Schäfchen ins Trockene gebracht. Die übrigen Milliarden stellen dann nur noch Kapital dar mit dem man aus Langeweile entstandene Vorhaben verfolgt, notwendig um einen hohen Lebenstandard zu halten sind sie nicht mehr.
Man sieht also, dass diese 20 Millionen Euro wohl deutlich höher hätten ausfallen können, 2-3 Milliarden wären da wohl absolut machbar und vertretbar gewesen.
Bezugnehmend auf den Titel ist es nicht ganz einfach ein deutliches Urteil abzugeben. Einerseits ist so eine Spende schonmal besser als nichts, desweiteren kann man auch schlecht über eine derart zurückgezogen lebende Person urteilen.
Ebenfalls ist bekannt, dass er eine wohltätige Stiftung besitzt die sich in verschiedenen Bereichen des Lebens engagiert. Es ist also nicht das erste Mal, dass Ortega spendet.
Aber es gibt doch ein paar Sachen die einen kleinen Beigeschmack erzeugen. Warum spendet er an die Caritas ? Natürlich ist es immer gut Bedürftigen zu helfen, die akut in Not sind. Aber müsste Ortega als Unternehmer es nicht besser wissen, dass Bildung bzw. wirtschaftliche Maßnahmen, im krisengebeutelten Spanien langfristig mehr ausrichten. Man stelle sich nur einmal vor er hätte für 5 Milliarden Euro, im ganzen Land Ausbildungsstätten errichtet. Das hätte eine Wirkung mit langfristigen Folgen gehabt. Das erfordert aber natürlich auch langfristiges Engagement von seiten Ortegas, was wohl nicht vorhanden war - da ist eine Spende an die Caritas deutlich einfacher zu bewerkstelligen.
Der zweite Punkt ist die vorhin schon erwähnte relativ geringe Höhe der Spende. Mehr als lediglich 20 Millionen von 40 Milliarden hätten schon drin sein können.
Aber egal was man nun denkt, ob es nur der Imageverbesserung dienen sollte oder er wirklich etwas Gutes tun wollte. Ortega hätte das geschickter anstellen können, nun muss er auch mit solchen Unterstellungen leben, denn nicht immer ist "Gut gemeint, auch gut gemacht".
Montag, 29. Oktober 2012
Sonntag, 28. Oktober 2012
"Die die immer Recht haben..."
In dem äußerst interessanten und ausführlichen Artikel der FAZ vom 27.10.2012 hat sich der Autor speziell mit den Gewaltauswüchsen der linken Szene, dem sogennanten, "Schwarzen Block", auseinandergesetzt.
Hier der dazu passende Link:
"Die die immer Recht haben..."
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